ISBN 08 – Zwischen Verdrängung und Spurensuche – Anmerkungen

Die Broschüre beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der Judenverfolgung in Bochum und knüpft an den Besuch ehemaliger Bochumer Bürger jüdischen Glaubens an.

„Wenn wir die Wiederholung verhindern wollen, müssen wir die Erinnerung an die vergangenen Geschehnisse wachhalten. Dies sollte überall dort geschehen, wo die Synagogen und Wohnungen jüdischer Bürger brannten.”

Auch in Bochum brannte ein jüdisches Gotteshaus, wurden jüdische Mitbürger enteignet, mißhandelt und ermordet.
Wie von 1945 bis heute in Bochum mit dem Gedenken an diese Schuld umgegangen wurde, soll in dieser Broschüre dargestellt werden.
Der Umgang mit der Geschichte ist selbst zur Geschichte geworden und mit Ursache neuer faschistischer Gewalttaten.
Hier soll ein Beitrag geleistet werden, konkret zu zeigen, was in Bochum geschah und wie damit umgegangen wurde.
Unter anderem kommen Zeitzeugen zu Wort, die Geschehnisse des Novembers 1938 in Bochum werden dargestellt, der Umgang mit der Geschichte der Judenverfolgung nach 1945 wird aufgezeigt und eine Bilanz des Besuches ehemaliger jüdischer Bochumer Mitbürger gezogen.

Ruhr Nachrichten vom 5.11.1998:
Die Autoren wollen daran erinnern, dass in den Nachkriegsjahren jeder Versuch versäumt wurde, öffentlich Schuld abzutragen.