ISBN 16 – Kapp-Putsch und Märzrevolution 1920 – Band II – Anmerkungen

Das Buch beleuchtet die spontanen Reaktionen zur Abwehr des Kapp-Lüttwitz-Putsches und der Fortführung des Kampfes, der zur Märzrevolution 1920 wurde, aus der lokalen und regionalen Erforschung für das Rheinisch-Westfälische Industriegebiet, dem heutigen Land Nordrhein-Westfalen.

Behandelt werden die Mechanismen, die Organisations- und Sozialstrukturen des Kampfes im Jahr 1920. Der Frage, wie das unermüdliche Interesse an Versammlungen, Demonstrationen und politische Interesse entstand, wird ebenso nachgegangen wie die Frage, warum diese Generation im Jahr 1920 das System der Ausbeutung und Unterdrückung nicht mehr ertragen wollte, welches ihre Eltern und Großeltern ihr Leben lang erduldeten.

Die Ereignisse des Jahres 1920 blieben in Erinnerung vieler Menschen. Die Toten ehrte man mit Denkmälern, mit den Hinterbliebenen wurde Solidarität geübt. Romane und Theaterstücke verarbeiteten die Geschehnisse und jährlich fanden „Märzfeiern” der Arbeiterbewegung statt. Unterbrochen von der Zeit der Herrschaft des Naziregimes von 1933 bis 1945 gibt es bis heute Zeichen der Erinnerung an die damaligen Ereignisse. Dem Teil der Totenehrung, der Schaffung und des Umgangs mit den Denkmälern der Märzgefallenen, widmet sich ein großer Teil des Buches. Hier wird in zusammengefasster Form umfangreich eine Vielfalt von lokalen Quellen erschlossen, die der Autor in jahrelanger Recherche seit etwa 1990 zusammengetragen hat.

Verlag und Autor wollen mit dem Buch dazu beitragen, diesen Teil der Geschichte vor Ort neu zu entdecken und zu bewerten. Gewürdigt werden soll der Einsatz der vielen Menschen, vor allem aus der Arbeiterbewegung, für ihren Einsatz zur Verteidigung der Republik und für sozialen Fortschritt. Ihr Beispiel ist für unsere heutige Generation Auftrag und Verpflichtung zugleich für Frieden, demokratischen und sozialen Fortschritt einzutreten.

Das Buch ist auch ein aktuell politisches Buch. Auch über 90 Jahre nach diesen Kämpfen und Ereignissen fehlt eine Ehrung und Würdigung dieser Kämpfer für Demokratie, Republik, sozialen Fortschritt und Sozialismus auf Landesebene. Dies zu erreichen, sollte Aufgabe derjenigen sein, die die Erinnerung an die Märzkämpfer wach halten wollen. Die Erkenntnis, wie damals ein Generalstreik die Diktatur verhindert hat, ist aktuell bis in die heutige Zeit.